* Filme - Goyas Geister

Goyas Geister

(2006)



Daten


Spanien 2006, 114 min
Regie:
Premiere: 08.11.2006 (Spanien)
deutsche Premiere: 23.11.2006

Darsteller:

Inés Bilbatúa = Natalie Portman
Alicia = Natalie Portman
Francisco Goya  = Stellan Skarsgård
Bruder Lorenzo = Javier Bardem
König Carlos IV. = Randy Quaid
Königin María Luisa = Blanca Portillo
Pater Gregorio = Michael Lonsdale
Napoléon Bonaparte = Craig Stevenson
Tomás Bilbatúa = José Luis Gómez
María Isabel Bilbatúa = Mabel Rivera



Inhalt


Spanien im Jahre 1792.
Die junge Inés Bilbatúa stammt aus einer gutbürgerlichen, wohlhabenden Familie und ist die Muse des Malers Francisco de Goya.
Goya, der Hofmaler des spanischen Königspaares Carlos IV. und María Luisa, veröffentlicht nebenbei Grafiken, die die Machenschaften der Inquisition anprangern.
Einer seiner Kunden, Pater Lorenzo, ist für die Inquisition tätig und sieht hauptsächlich in den jungen, verdorbenen Modellen des Malers die eigentlichen Schuldigen. Fälschlicherweise bezichtigt Lorenzo Inés, heimlich den jüdischen Glauben zu praktizieren, worauf die junge Frau verhaftet und gefoltert wird.
Inés' Eltern und Goya bitten Lorenzo, dem Mädchen zu helfen. Ihr Vater Tomás bietet der Kirche ein Vermögen für die Restaurierung des Klosters an. Nachdem Lorenzo nicht mit sich reden lässt, besticht Tomás den Pater: er nötigt ihn - mithilfe ähnlicher Foltermethoden wie die der Inquisition - , ein Dokument zu unterschreiben, in dem Lorenzo gesteht, er sei ein Affe.
Trotz allem gelingt es Lorenzo nicht, Inés zu befreien. Stattdessen nutzt er deren Hilflosigkeit im Kerker aus und vergewaltigt sie mehrfach.

Inés' Vater veröffentlicht also das brisante Dokument, um aufzuzeigen, dass ein Mensch unter Folter alles gesteht, was man von ihm verlangt.
Lorenzo wird daraufhin von der Kirche zum Ketzer erklärt und flieht aus Spanien.

Während einer Audienz Goyas beim König, trifft die Nachricht ein, dass der französische König Louis, der Vetter des spanischen Königs, in Paris zum Opfer der Französischen Revolution wurde und durch die Hand des Volkes starb...

15 Jahre später.
Napoleons Truppen rücken in Spanien ein, um das spanische Volk von der Herrschaft der königlichen Tyrannen und von der Inquisition zu befreien. Napoleon setzt seinen Bruder als neuen spanischen König ein.

Goya ist durch eine Erkrankung inzwischen taub geworden. Doch dankt er Gott für sein Augenlicht, das ihn zum Zeugen von Napoleons Grausamkeit werden lässt. Er schafft eine Grafikreihe, die der Nachwelt davon berichten soll.

Nachdem die Inquisition abgeschafft wurde, erhalten all die Gefangenen die Freiheit zurück, darunter auch die inzwischen völlig heruntergekommene Inés.
Sie sucht ihr Elternhaus auf, muss dort jedoch feststellen, dass ihre Familie in den Wirren der französischen Besetzung getötet wurde.
Verunsichert und hilflos begibt sie sich zu Goya. Diesem berichtet sie von der Haft und von ihrer im Kerker geborenen Tochter, die sie nun suchen möchte. Goya verspricht ihr, ihr zu helfen.
Doch die Inquisitoren, die wissen könnten, wo sich Inés' Tochter befindet, stehen inzwischen vor Gericht. Chefankläger gegen die Inquisition ist kein geringerer als der ehemalige Pater Lorenzo. Er floh damals nach Frankreich und wurde zu einem Verfechter der Ideale der Französischen Revolution, schwor der Kirche ab, heiratete und hat inzwischen 3 Kinder.
Goya bittet den nunmehr wohlhabenden Lorenzo, Inés zu helfen. Als Inés Lorenzo wiedersieht, ist sie überglücklich, da sie meint, er würde sie zur gemeinsamen Tochter führen.
Doch Lorenzo lässt Inés in eine Nervenheilanstalt bringen und berichtet Goya, dass Inés in Gefangenschaft wohl den Verstand verloren habe. Es gäbe natürlich keine Tochter...
Bei einem heimlichen Verhör befragt Lorenzo den einstigen Inquisitor nach dem Verbleib der Tochter. Er erfährt, dass das Kind damals in ein Kloster gebracht wurde.
Im Kloster teilt man Lorenzo jedoch nur den Namen des Mädchens mit: Alicia. Das Kind selbst sei aus dem Kloster geflohen, als es 11 Jahre alt war.

Im Park bemerkt Goya derweil eine junge Dame, die Inés wie aus dem Gesicht geschnitten scheint. Die junge Frau ist in Begleitung einer älteren Dame, von der sie offensichtlich an Freier verkauft wird.
Nachdem die junge Frau in die Kutsche eines Freiers gestiegen ist, befragt Goya die alte Dame nach dem Namen des Mädchens: Alicia !
Als er Lorenzo davon berichtet, mietet dieser Alicia für ein Gespräch und verlangt von ihr, Spanien augenblicklich zu verlassen. Er werde ihr alle finanziellen Mittel zur Verfügung stellen. Alicia denkt allerdings nicht daran, ihr Heimatland zu verlassen und flieht aus Lorenzos Kutsche.

Als Lorenzo Goya offenbart, dass er Mutter und Tochter nicht vereinen wird, weil er es Inés nicht antun möchte, zu erfahren, dass ihre Tochter eine Hure ist, rastet Goya aus. Er durchschaut allmählich Lorenzos Machenschaften und beschließt, Inés auf eigene Faust aus der Nervenheilanstalt zu befreien.
Als er Inés' Entlassung veranlasst, stellt sich bald heraus, dass diese zu sehr gelitten hat und mittlerweile geistig völlig umnachtet ist.
Dennoch begibt er sich mit ihr auf den Weg zu Alicia.
Dort angekommen, fallen die Soldaten Lorenzos in das Haus der Prostituierten ein und nehmen Alicia und weitere Frauen fest.
Inés, die erneut um die Begegnung mit ihrer Tochter gebracht wurde, findet stattdessen im Haus ein kleines verlassenes Baby - das einer Prostituierten - und nimmt es als ihr eigenes auf.

Als Goya Lorenzo zur Rede stellt und dieser ihm verkündet, dass die Prostituierten samt seiner Tochter nach Amerika versklavt werden, erreicht beide die Nachricht, dass die Briten unter Wellington bereits die spanische Grenze überschritten haben und vor Madrid stehen. Der König und seine Familie seien schon geflohen.
Lorenzo begibt sich augenblicklich mit seiner Familie auf die Flucht.
Aufständischen Bauern gelingt es schließlich, Lorenzo gefangen zu nehmen.

Die gefangenen Prostituierten werden auf dem Weg zur Verschiffung von der englischen Armee befreit. Alicia verliebt sich dabei in einen englischen Offizier.

Die rehabilitierten Würdenträgern der Inquisition, die einst von Lorenzo angeklagt wurden, verurteilen diesen nun zum Tode.
Auf dem Weg zum Richtplatz sieht Lorenzo Alicia wieder: diese wohnt der Hinrichtung schick gekleidet an der Seite des britischen Offiziers vom Balkon eines vornehmen Palais aus - nahe des Balkons der Königsfamilie - bei.
Und während Goya die Szene der Hinrichtung zeichnet, stirbt Lorenzo auf dem Schafott.
Mit dem gefundenen Baby im Arm, das sie für ihre im Kerker geborene Tochter hält, folgt Ines dem Leichenkarren und hält die Hand des toten Lorenzo. Auch der alte Goya folgt ihnen...



Sonstiges


Homepage des Films




zum MarieAntoinette-Forum


rechtlicher Hinweis:
Texte (Copyright) © MariaAntonia 2008-2017

Nach oben