1-12 Maria Josepha

Maria Josepha

(19.03.1751 - 15.10.1767)

Maria Josepha (1747/49, Martin van Meytens)



Maria Josepha Gabriela Johanna Antonia Anna von Österreich-Lothringen kam am 19.03.1751 in Wien als 12. Kind und 9. Tochter des Kaiserpaares
 Franz I. Stephan und Maria Theresia in Wien zur Welt.

Maria Josepha (Martin van Meytens der Jüngere) Maria Josepha (Jean Etienne Liotard)

Zu ihrer um 1 Jahr älteren Schwester Johanna Gabriela führte Maria Josepha ein inniges Verhältnis. Die beiden wohnten im gleichen Zimmer und wurden zusammen erzogen.
Der Pocken-Tod der Schwester am 23.12.1762 erschütterte die 11-Jährige sehr, sie weinte bitterlich um den Verlust der liebsten Gefährtin.
Seitdem plagte sie die Angst, selbst an dieser heimtückischen Krankheit zu sterben.

Maria Josepha (1747/49, Martin van Meytens)

Maria Josepha rückte in Bezug auf die Ehepläne der Eltern nach dem Tod Johanna Gabrielas an deren Stelle und wurde mit Ferdinand I. von Neapel-Sizilien verlobt.
Die Erzherzogin weigerte sich, Ferdinand zu heiraten, auch, als sie Anfang Oktober 1767 ein Portrait des Verlobten erhielt und man ihr erklärte, dass sie einmal die Königin von Neapel-Sizilien werden würde.
Maria Theresia sah ihre Tochter hierin als ein notwendiges "Opfer der Politik" und so wurde die Hochzeit für den 15.10.1767 festgesetzt.

Maria Josepha entging der ungewollten Hochzeit dennoch auf tragische Weise:
Nach einem Besuch in der Kaisergruft, erkrankte die Erzherzogin plötzlich an den Pocken und starb am vorgesehenen Hochzeitstag, am 15.10.1767, in Schönbrunn an den Folgen der Krankheit.
Beigesetzt wurde Maria Josepha wie viele ihrer Geschwister in der Kapuziner-Kirche in Wien.

Ihr Verlobter heiratete 1768 schließlich Maria Josephas jüngere Schwester Maria Karolina.

 


 


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